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Reihenschaltung bei Solaranlagen

Bei der Verbindung von Wechselrichter und Solarmodulen gibt es verschiedene Möglichkeiten der elektrischen Schaltung. Möglich sind entweder eine Reihen- oder eine → Parallelschaltung.

 

 

Bei einer Reihenschaltung (auch: Spannungsteilerschaltung) werden die verschiedenen Elemente so hintereinandergeschaltet, dass ein einzelner Strompfad entsteht. Die Spannungen der Einzelteile addieren sich. Im Falle einer Solaranlage bedeutet das: Der Strom fließt einmal durch den gesamten Kreislauf und alle einzelnen Solarmodule hindurch. Der Unterschied zeigt sich gut in unserer vergleichenden Grafik:

Wechselrichter und Reihenschaltung

Bei der Entscheidung für eine Schaltart müssen die Vorgaben des Wechselrichters beachtet werden. Dieser hat Vorgaben zur maximalen und minimalen Eingangsspannung. Bei einer Reihenschaltung kann schnell eine sehr hohe Spannung entstehen, da sich die Spannungen der Module addieren. Der Wechselrichter bei einer Reihenschaltung wird als Strangwechselrichter bezeichnet.

Vor- und Nachteile einer Reihenschaltung bei Solaranlagen

Eine Reihenschaltung ist in der Installation weniger aufwendig als eine Parallelschaltung, denn die Verkabelung ist einfacher. Weniger Aufwand des Elektrikers bedeutet auch: Weniger Unkosten für die teure Arbeitszeit der Handwerker.

Falls eine Teilverschattung der Solarmodule besteht, sinkt bei einer Reihenschaltung allerdings der Gesamtertrag, da der gesamte Strom durch das entsprechende Modul fließt. In diesem Fall sollte eine Parallelschaltung angelegt werden.

Außerdem funktioniert die gesamte Anlage nicht, wenn es ein Problem an einer Stelle gibt, da dann der Stromkreislauf unterbrochen ist. Es kann schwierig sein, den Defekt aufzufinden, die Reparatur ist also komplizierter. Bei einer Parallelschaltung passiert das nicht: Wenn es ein Problem mit der Schaltung eines einzelnen Moduls gibt, produzieren die anderen weiterhin Strom.

Vorteile einer ReihenschaltungNachteile einer Reihenschaltung
Weniger aufwendig als ParallelschaltungTeilverschattung senkt den Gesamtertrag
Weniger Kabelmaterial benötigtÜberlastung des Wechselrichters möglich
-Defekte sind schwer aufzufinden

 

Neben reinen Reihen- oder Parallelschaltungen gibt es auch Kombinationen aus beiden Schaltungsarten. Dabei werden denen einige Module in einer Reihenschaltung zusammengefasst und die einzelnen Reihen dann parallel mit dem Wechselrichter verkabelt sind.

Welche Schaltung geeignet ist, wird individuell von ausgebildeten Elektrikern entschieden. Dabei wird der Wechselrichter und dessen Kapazitäten genauso miteinbezogen wie die Dachverschattung und andere bedeutende Faktoren.