Die Antireflexschicht von Solarmodulen

Die Antireflexschicht von Solarmodulen wird auch als AR-Beschichtung oder ARC (anti-reflection coating) bezeichnet. Sie verringert die Spiegelung von Sonnenlicht und reduziert dadurch optische Verluste – weniger Sonnenlicht wird zurückgeworfen und stattdessen mehr Sonnenlicht in Energie umgewandelt. Außerdem sorgt sie für den typischen bläulich-gräulichen Look von Solarmodulen. Eine gute Antireflexschicht erhöht den Wirkungsgrad eines Solarmoduls um bis zu zehn Prozent. Somit steigert sie die Effizienz der gesamten Anlage und ist sehr wichtig für die Wirtschaftlichkeit.

Wie wirkt die Antireflexschicht?

Die Antireflexschicht besteht meist aus Siliziumnitrid oder Siliziumoxid. Sie ist zwischen fünf und zehn Mikrometern dünn und damit sehr klein. Ihre Oberfläche weist eine Pyramidentextur mit lauter kleinen Dreiecken. Die vielen mikroskopisch kleinen Pyramiden wirken sich günstig auf den Einfallswinkel des Sonnenlichts aus. Zudem verringert das verwendete Material den Brechungsindex der Sonnenstrahlen, was ebenfalls dazu führt, dass weniger Sonnenlicht zurückgespiegelt wird und mehr Sonnenlicht verarbeitet werden kann.

Wo kommt die Antireflexschicht zum Einsatz?

Die AR-Beschichtung liegt auf der sonnenzugewandten Seite des Solarmoduls, da sie ja die eintreffenden Sonnenstrahlen umleitet. Sie stellt die oberste Schicht des Solarmoduls dar. Eine weitere, zweite Antireflexbeschichtung findet sich häufig auf der Oberseite der Einkapselung.