DZ-4 Glossar

AC
AC ist die Abkürzung für Wechselstrom. Diese ist abgeleitet von dem englischen Begriff für Wechselstrom: alternating current.

Akkumulator
Der Akkumulator, kurz: Akku, dient der Speicherung und Abgabe von Strom. Die von der eigenen Solaranlage erzeugte Energie kann hier gespeichert und auch dann genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint. Alle Speichersysteme, die DZ-4 einsetzt, basieren auf der Lithium-Ionen-Technologie.    

Ampere
Stromstärke wird in Ampere (A) angegeben und beschreibt, wie viel Strom innerhalb einer bestimmten Zeit durch die Leitung fließt.

Anlagenmonitoring
Die Funktion und Leistung der Solarstromanlage wird im Rahmen des Anlagen-Monitorings überwacht. Bei DZ-4 ist das Anlagen-Monitoring im Rundum-Sorglos-Paket enthalten. Störfälle werden hier erkannt und behoben.

Autarkie
Die Autarkie wird in Prozent angegeben. Sie beschreibt den Anteil des im Haushalt genutzten Solarstroms - direkt und/oder über die Entladung des Speichers – im Verhältnis zum gesamten Jahreshausverbrauch.

Blitzschutz
Blitzeinschläge können Solaranlagen beschädigen. Daher sollte bei der Installation einer PV-Anlage auf ausreichenden Schutz geachtet werden.

Beim Blitzschutz wird grundsätzlich zwischen innerem und äußerem Blitzschutz unterschieden. Den äußeren Blitzschutz kennt man als Blitzableiter. Dieser schützt vor einem direkten Blitzeinschlag und muss mindestens in einem halben Meter Abstand zu den Solarmodulen montiert sein. Der innere Blitzschutz verhindert eine Überspannung der Photovoltaikanlage. Hierfür werden das Montagegestell und die Modulrahmen mit der Erdung des Hauses gekoppelt.

BMS (Batterie Management System)
Das BMS (Batteriemanagementsystem) ist ein Steuergerät, das die Überwachung und Sicherheit eines Lithium-Ionen-Speichersystems gewährleisten soll. Es ist die wichtigste elektronische Einheit in einem Batteriesystem. Ein gut ausgelegtes BMS schützt die Einzelzellen und erhöht die Zyklenanzahl sowie die Lebensdauer.

Dachausrichtung
Die Ausrichtung der Solaranlage ist entscheidend für Effizienz der Anlage. Die höchste Leistung wird bei einem senkrechten Einfallswinkel der Sonnenstrahlen erzielt. Das macht Süddächer besonders attraktiv. Über den Tagesverlauf betrachtet, haben Ost-West-Dächer hingegen den Vorteil, dass die Verteilung der Solarstromproduktion über den Tag gleichmäßiger ist. Das bedeutet, dass Gesamtertrag zwar etwas geringer als bei einer reinen Süd-Ausrichtung ist, der Eigenverbrauch jedoch gesteigert werden kann.

Dachhaken
Solarmodule werden mittels eines Montagegestells auf dem Dach befestigt. Um die Dachhaut nicht zu verletzen, werden für den Aufbau des Montagegestells sogenannte Dachhaken verwendet. Die u-förmigen Dachhacken werden am Dachsparren angebracht und zwischen den Dachpfannen nach außen geführt. Auf den Dachhacken werden dann die Montagegestellschienen montiert.  

Dachneigung
Mit der Dachneigung wird die Schräge des Daches angegeben. Diese beeinflusst das Montagesystem und hat im Zusammenspiel mit der Dachausrichtung Auswirkungen auf die Effizienz der Solaranlage.

Dachpacht
Ein Hausbesitzer erhält eine Dachpacht, wenn eine andere Partei die Solaranlage auf dem eigenen Dach betreibt. Zum Beispiel zahlt DZ-4 Kunden eine Dachpacht, die nach 15 Jahren das Vertragsverhältnis beenden möchten. Dann übernimmt DZ-4 die Photovoltaikanlage für die nächsten 10 Jahre und macht hieraus eine 100-prozentige Einspeiseanlage.

Datenlogger
Für die Überwachung von Solarstromanlagen ist ein Datenlogger notwendig. Dieser sammelt und speichert Daten zur Leistung und Funktion des PV-Systems und ermöglicht damit das Anlagenmonitoring.

DC
DC ist die Abkürzung für Gleichstrom. Diese leitet sich von dem englischen Begriff direct current ab. Photovoltaikanlagen erzeugen Gleichstrom. Dieser muss mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt werden, um für den Hausgebrauch nutzbar gemacht zu werden.

Diffuse Strahlung
Weniger als die Hälfte des Sonnenlichts trifft direkt auf die Erdoberfläche. Vielmehr sorgen Wolken, Nebel oder Reflektionen für eine Streuung der Sonnenstrahlung bevor sie auf die Erdoberfläche treffen. Diesen Teil des Sonnenlichts nennt man Diffuse Strahlung. Auch Diffuse Strahlung lässt eine Solaranlage Strom erzeugen. 

EEG
Die Abkürzung EEG steht für das Erneuerbare- Energien-Gesetz. Seit dem Jahr 2000 ist hier festgeschrieben, dass die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz bevorzugt wird und der Stromproduzent eine entsprechende Einspeisevergütung garantiert für 20 Jahre erhält.

EEG-Umlage
Die EEG-Umlage ist für jeden Verbraucher im Kilowattstundenpreis enthalten und dient der Förderung Erneuerbaren Energien. Die Einspeisevergütung für Solaranlagenbetreiber stammt aus dem Topf der EEG-Umlage.

Eigenverbrauch
Der Anteil des Solarstroms, der im Haushalt direkt oder zunächst gespeichert und dann verbraucht wird.

Einspeisepunkt
Solarstrom, der nicht für den Eigenverbrauch benötigt wird, wird in das Stromnetz eingespeist. Bei Solaranlagen von Eigenheimen mit maximal 30 kWp funktioniert dies über den Hausanschluss. Damit ist der Hausanschluss der Einspeisepunkt.

Einspeisevergütung
Im Erneuerbaren-Energien-Gesetz ist die Einspeisevergütung festgesetzt. Pro Kilowattstunde, die ein Solaranlagenbetreiber in das Stromnetz einspeist, erhält dieser einen festen Geldbetrag. Die Vergütung kann bis zu 20 Jahre in Anspruch genommen werden.

Einspeisezähler/Zweirichtungszähler
Nicht genutzter Strom aus der Solaranlage wird in das Stromnetz eingespeist und mit einem festen Satz vergütet. Der Einspeisezähler erfasst die genaue Anzahl der eingespeisten Kilowattstunden. Zudem erfasst der Zweirichtungszähler auch die aus dem öffentlichen Stromnetz entnommene Reststrommenge.

Einstrahlung
Treffen die Sonnenstrahlen senkrecht aus die Solarmodule erzeugt die Photovoltaikanlage den meisten Strom. Aber auch bei bewölktem Himmel oder die Sonne sich in der anderen Himmelsrichtung befindet, sorgt die sogenannte Diffuse Strahlung immer noch für ausreichend Einstrahlung, dass die Solaranlage Strom produziert.

Erneuerbare Energien
Ein Energieträger zählt dann zur Erneuerbaren Energie, wenn er nicht aufgebraucht werden und sich selbst regenerieren kann. Damit steht er nachhaltig und langfristig zur Verfügung. Die meistgenutzten Erneuerbaren Energien in Deutschland sind Sonnen- und Windenergie.

Ertragsprognose
In der Ertragsprognose werden die Anlagenleistung und alle äußeren Umwelteinflüsse wie Standort, Ausrichtung und Schräge des Dachs, mögliche Verschattung etc. berücksichtigt und die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage berechnet.

EEG Inbetriebnahme
Die EEG Inbetriebnahme bezeichnet die erstmalige Inbetriebsetzung der Solaranlage. Voraussetzung für die EEG Inbetriebnahme ist, dass die Solaranlage für den dauerhaften Betrieb an dem festgelegten Anschlussort bereit ist. Das bedeutet, dass alle Komponenten angeschlossen sein müssen, die notwendig sind, um aus Sonnenstrahlen nutzbaren Wechselstrom zu erzeugen. Der Monteur nimmt die EEG Inbetriebnahme direkt nach Abschluss der Solaranlageninstallation vor.

kWh
Die Abkürzung kWh steht für Kilowattstunde und dient als Maßeinheit für Energie. Die Einheit setzt sich aus der Multiplikation der Leistung (W) mit der Zeit (h) zusammen.

kWp
Die Abkürzung kWp leitet sich von dem Begriff Kilowatt-Peak ab und beschreibt die mögliche Maximalleistung eines Solarmoduls, die in einem idealen und genormten Testumfeld (STC- Standard Test Conditions) erreicht werden kann. In der Solarbranche verwendet man die Angabe „kWp“ als Maß für die installierte Anlagengröße.

Leistungsoptimierer
Situationsbedingt können Leistungsoptimierer an jedes einzelne Solarmodul einer Photovoltaik-Anlage angeschlossen werden. Die sogenannten Gleichspannungswandler bestimmen den Maximum Power Point (MPP) für die einzelnen Module und erhöhen damit die Leistung der gesamten Anlage. Diese Systemvariante wird bei komplizierten Dachkonstellationen wie z. B. verschieden ausgerichteten – oder verschatteten Dachflächen oft verwendet, da sich hierdurch die Ertragsverluste minimieren lassen.

Maximum Power Point
Der Betriebspunkt einer Solarzelle, an dem die meiste Energie erzeugt wird, wird Maximum Power Point (MPP) genannt.  Die beste Leistung erzielt eine Photovoltaikanlage dann, wenn sie möglichst dicht am MPP arbeitet. Beeinflusst wird der Wert von der Sonneneinstrahlung und der Temperatur der Solarzelle.

Modulstring
In einem Modulstring werden mehrere Module einer Solarstromanlage in Reihe geschaltet. Bei Solarstromanlagen unter 10kWp werden maximal 2 Modulstrings am Wechselrichter angeschlossen. Die Reihenschaltung sorgt für einen geeigneten Spannungsbereich in dem Wechselrichter.

Monokristalline Solarzelle
Die Herstellung monokristalliner Solarzellen ist aufwendig und energieintensiv, was sie entsprechend teurer macht als polykristalline Zellen. Zudem benötigt man für die Fertigung einen höheren Siliziumanteil. Monokristalline Zellen haben eine gleichmäßige Kristallstruktur. Daher werden sie auch Einkristall genannt. Eine Monokristalline Zelle ist an Ihrer dunkelblauen bis schwarzen Farbe zu erkennen, welche durch die pyramidale Struktur der Oberfläche und durch Auftragen einer Antireflexionsschicht entsteht. Durch die höhere Leistung monokristalliner Solarzellen bietet sich ihr Einsatz auf kleineren Dächern an.

Montagesystem
Das Montagesystem dient der Befestigung der Solaranlage auf dem Dach und unterscheidet sich je nach Dachtyp. In der Regel besteht ein Montagesystem aus Dachhaken und Schienen auf denen die Solarmodule befestigt werden, ohne dass die Dachhaut beschädigt wird.

MPP Tracker
Der MPP-Tracker (MPP-Maximum Power Point) ist im Solarmodul oder dem Wechselrichter installiert. Er sorgt für die optimale Balance aus Spannung und Strom eines Solarmoduls und hält die Anlage damit konstant möglichst nah am Leistungsmaximum (dem Maximum Power Point).

Netzbetreiber
Der Netzbetreiber (auch VNB-Verteilnetzbetreiber) ist für die Instandhaltung des Stromnetzes einer Region zuständig. Bevor eine Solarstromanlage installiert werden kann, muss der VNB eine Netzverträglichkeitsprüfung durchführen. Erst nach Zustimmung vom VNB darf der Installateur mit dem Bau der Anlage beginnen. Der Netzbetreiber betreut zudem die Stromzähler, erfasst die KWh, die von einer Solarstromanlage eingespeist wurden und übernimmt die Auszahlung der EEG-Vergütung.

Photovoltaik
Mit Photovoltaik wird die Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie bezeichnet. Der photoelektrische Effekt findet mittels Solarzellen statt, die aus dem Halbleitermaterial Silizium bestehen und die Energieumwandlung möglich machen.

Photovoltaikmodul
Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Photovoltaikmodulen, die wiederum aus vielen einzelnen Solarzellen bestehen, in der Regel rund 36 bis 72 Zellen. Die Solarzellen sind die wichtigsten Komponenten der Photovoltaikmodule, weil über sie Sonnenenergie aufgenommen und in Strom umgewandelt werden kann. Kennzeichnend für Photovoltaikmodule sind die elektrischen Anschlusswerte (Nennleistung, -strom und -spannung).

Polykristalline Solarzellen
Solarmodule mit bläulichen Solarzellen bestehen aus polykristallinen Zellen. Diese setzten sich aus mehreren Kristallstrukturen zusammen. Im Unterschied zu monokristallinen Solarzellen, sind Aufwand und Kosten für die Herstellung deutlich geringer. Dafür verfügen diese Module aber auch über etwas weniger Leistung.  

Siebzig Prozent Regelung
Um eine Überlastung der Netze zu vermeiden, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Solarstromanlagen nur maximal 70 Prozent ihrer eigentlichen Modulleistung in das Stromnetz einspeisen dürfen. Die 70-Prozent-Einstellung wird vom Installateur am Wechselrichter der Solarstromanlage vorgenommen.  

Silizium
Silizium ist das zweithäufigste chemische Element und ein klassisches Halbmetall, welches für viele elektronische Bauteile eingesetzt wird. Reines Silizium hat eine gräulich-blaue Farbe und besitzt oftmals einen typisch metallischen Farbglanz. Silizium wird aus Sand (daher ausreichend vorhanden) gewonnen und zur Herstellung von Solarzellen eingesetzt.

Solarenergie (Einstrahlung)
Als Solarenergie oder Sonnenenergie bezeichnet man die von der Sonne ausgehende Energie, die technisch verarbeitet werden kann. Die auf der Erde ankommende Sonnenenergie (elektromagnetischer Strahlung) direkt über Photovoltaikanlagen in elektrische Energie umgewandelt und genutzt werden. Solarenergie wird gemessen in Watt pro Quadratmeter (W/m2).

Solarzelle (photovoltaische Zelle)
Solarzellen wandeln Sonnenlicht beziehungsweise Strahlungsenergie direkt in elektrische Energie um. Sie sind elektrische Bauelemente von Solarmodulen und bestehen in der Regel aus zwei verschieden dotierten Schichten von Silizium. Trifft Sonnenlicht in Form von Photonen auf die Solarzellen, wird diese Energie in Strom umgewandelt (photoelektrischer Effekt).

Standard Test Bedingungen
Solarmodule werden vor jeder Auslieferung unter Standard Test Bedingungen (engl. STC-Standard Test Conditions) überprüft. Ziel ist In einem standardisierten Prüfverfahren mit fest definierten Umweltbedingungen, Leistungswerte aufzunehmen um somit einen Vergleich unter den Modulen zu ermöglichen.

Speicher
Mit einem Lithium-Ionen-Speicher als Ergänzung zu einer Solarstromanlage können jährliche Autarkiegrade im Durchschnitt von 60 Prozent erzielt werden. Der produzierte Solarstrom wird in dem Speicher vorgehalten und kann auch dann genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint. Damit wird noch weniger Strom aus dem Netz bezogen.

Tagesgang
Der Verlauf der Sonne und die sich dadurch verändernde Sonneneinstrahlung und Verschattung in Kombination mit Ausrichtung und Neigung des Dachs, sorgt für unterschiedliche Erträge der Solarstromanlage innerhalb eines Tages. Die Leistungsentwicklung der Solarstromanlage wird über den Tagesgang ermittelt.

Verschattung
Fällt im Tagesverlauf ein Schatten auf die Solarmodule bezeichnet man dies als Verschattung. Da sich diese auf den Ertrag auswirkt, müssen umliegende Bäume, Gebäude oder auch Gauben und Schornsteine bei der Planung und Ertragsberechnung einer Solaranlage berücksichtigt werden.

Volleinspeisung
Wird der produzierte Solarstrom nicht im eigenen Haus verbraucht, sondern komplett in das Stromnetz eingespeist, spricht man von Volleinspeisung.

Wafer
Das Grundelement jeder Solarzelle ist der Wafer. Ein Wafer besteht aus Silizium, welches zuvor geschmolzen und anschließend in eine Form gegossen oder wie eine Kerze am Strang gezogen wurde. Diese ausgehärteten Siliziumblöcke werden dann in hauchdünne Scheiben geschnitten (Wafer) und weiter zur Solarzelle verarbeitet. Die Solarzelle wandelt eintreffende Lichtstrahlen der Sonne in Energie um und ermöglicht damit den photovoltaischen Effekt.

Wechselrichter
Ein Wechselrichter wandelt den von der Solaranlage produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um und macht ihn damit für den Hausgebrauch nutzbar oder speist ihn direkt in das öffentliche Stromnetz.

Wechselstrom
Die Abkürzung für Wechselstrom ist AC (englisch für alternating current). Wechselstrom ändert in regelmäßigen Abständen die Polarität und ist der Stromtyp, der im Haushalt verwendet wird.

Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad einer Photovoltaik-Anlage benennt den Anteil der Sonneneinstrahlung, der in nutzbringende Energie, in diesem Fall Strom umgewandelt werden kann.

Zelltypen
Solarzellen lassen sich in drei Zelltypen aufteilen: Monokristalline Zellen, Polykristalline Zellen und Dünnschichtzellen. Die Zelltypen unterscheiden sich in der Herstellung, Leistungsfähigkeit und den Kosten. Den höchsten Wirkungsgrad weisen Monokristalline Zellen auf.

Zweirichtungszähler
Betreiber einer Solarstromanlage benötigen einen Zweirichtungszähler. Dieser erfasst sowohl den Strom in kWh, der aus dem Netz bezogen wird, als auch den, der von der eigenen Solarstromanlage in das Stromnetz eingespeist wird. Die eingespeisten kWh entscheiden über die Höhe der EEG-Vergütung.