Erfahrungen mit einer Wärmepumpe: DZ-4 Kunden berichten

Einblicke & Erfahrungen

Mit einer Kombination aus moderner Wärmepumpe und eigener Photovoltaik-Anlage können Sie Ihre Immobilie besonders effizient, kostengünstig und umweltfreundlich heizen. Aber wie genau funktioniert diese Hybrid-Heizung eigentlich in der Praxis und welche Erfahrungen haben andere Eigenheimbesitzer im Neubau damit gemacht? In diesem Blogartikel möchten wir die gängigsten Fragen zur Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage mit einem Praxisbeispiel aus Schleswig-Holstein beantworten. Hier erfahren Sie alles zur Wirtschaftlichkeit, Förderung und der Lautstärke einer Wärmepumpe mit Photovoltaik.

Ein moderner Neubau nach KfW 40+ entsteht

Schon vor einiger Zeit hatte sich das Paar aus Hessen entschieden aus ihrem aktuellen - wenig energieeffizienten - Einfamilienhaus auszuziehen, um den Ruhestand mit den Kindern in Schleswig-Holstein zu verbringen. Bald war der Entschluss gefasst einen Bungalow-Neubau mit guter Dämmung und modernster Energietechnik bauen zu lassen. Bereits Ende 2019 hat ein Generalunternehmer mit dem Bau der neuen Immobilie begonnen.

Dabei wurden alle Fachbetriebe und Handwerker zentral koordiniert, sodass Dämmung, Türen, Fenster, Heizung und Energiegewinnung heute perfekt aufeinander abgestimmt sind. Dank der ausführlichen Planung konnten die von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vorgegebenen Werte für den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust eingehalten werden, um den KfW-Effizienzhaus-Standard 40 zu realisieren.

Dank der Kombination aus moderner Wärmepumpe und eigener Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher konnte außerdem der Zusatz 40 Plus erreicht werden, welcher mit einer besseren Förderung durch die KfW belohnt wird. Heute sind die Eigentümer mit der hoch-modernen Immobilie gut für die Zukunft gerüstet und müssen sich keine Sorgen um steigende Strom- oder Heizkosten machen.

Früher hohe Heizkosten und Stromkosten

Vor ihrem Umzug in den Neubau haben die Ruheständler aus Hessen in einem 2-stöckigen Einfamilienhaus aus den 90er-Jahren gewohnt. Die alte Immobilie war nur schlecht gedämmt, sodass gerade in den kalten Wintermonaten hohe Heizkosten angefallen sind, um die etwa 180 m² Wohnfläche zu beheizen. Mit einem jährlichen Verbrauch von etwa 4.500 Litern Heizöl haben die Heizkosten 250 bis 300 Euro im Monat betragen. Dazu sind noch Stromkosten von etwa 100 Euro gekommen, welche die monatlichen Energiekosten auf 400 bis 450 Euro angehoben haben.

Steckbrief zum neuen Haus

Der Bungalow-Neubau ist Anfang 2020 in Schleswig-Holstein fertiggestellt worden. Die Immobilie besitzt eine Wohnfläche von etwa 170 m² (inkl. ausgebautem Dachgeschoss). Dank einer effektiven Dämmung, modernen Fenstern und einer Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage (inkl. Stromspeicher) konnte der KfW-Effizienzhaus-Standard 40 Plus erreicht werden. Gerade in den sonnenreichen Sommermonaten können die Besitzer den Autarkiegrad der Immobilie maximieren und generieren mit einem hohen Eigenverbrauchsanteil (teilweise über 90 Prozent) gute wirtschaftliche Vorteile.

Förderung für KfW 40 Plus Häuser

Durch die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher konnten bei dem Bungalow-Neubau alle Kriterien (Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in Verbindung mit stromerzeugender Anlage und Batteriespeicher) für den KfW-Energiestandard 40 Plus erreicht werden. Dafür vergibt die KfW einen Kredit in Höhe von maximal 120.000 Euro mit einem Tilgungszuschuss von 25 Prozent. Auf diese Weise konnte eine staatliche Förderung von 30.000 Euro in Anspruch genommen werden, was die finalen Kosten für den Neubau noch einmal deutlich verringert hat.

Wärmepumpe mit Photovoltaik & Stromspeicher

Die moderne Wärmepumpe ist eines der effizientesten und umweltfreundlichsten Heizsysteme, welches aktuell in Neubauten installiert werden kann. Durch den Einsatz von Strom können die Geräte Heizwärme aus der Umgebungsluft gewinnen und diese nutzen um den Wohnraum zu heizen. Alternativ können viele Modelle im Sommer auch umgekehrt als Klimaanlage verwendet werden. Der größte Nachteil von Wärmepumpen sind heute die steigenden Stromkosten in Deutschland, welche die Attraktivität der Geräte deutlich verringern.

Mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage kann aber günstiger Solarstrom gewonnen werden, welcher bei richtiger Dimensionierung der Anlage ausreichen kann, um den gesamten Strombedarf im Haushalt inkl. Wärmepumpe abzudecken. Durch diese Kombination kann die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe deutlich verbessert und damit der größte Nachteil ausgeglichen werden. Mit einem entsprechenden Stromspeicher kann dann auch in den Abend- und Nachtstunden mit dem eigenen Solarstrom geheizt werden. Auf diese Weise kann gerade in den Sommermonaten eine Teil-Autarkie bei der Energieversorgung erreicht werden.

Kosten-Vergleich: Vorher und nachher

Neben den ökologischen Vorteilen von der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage haben bei dem Neubau natürlich auch die wirtschaftlichen Faktoren eine wichtige Rolle gespielt. So wollten die Eigentümer möglichst unabhängig vom teuren Netzstrom werden und bei Ihrer Heizanlage auf kostenintensive fossile Brennstoffe verzichten. Dank moderner Wärmepumpe kann die neue Immobilie heute fast vollständig mit dem eigenen Solarstrom beheizt werden, sodass kaum zusätzliche Heizkosten anfallen. Während die jährlichen Energiekosten in der alten Immobilie noch etwa 4.400 Euro betragen haben, konnten diese in dem Neubau deutlich reduziert werden. Für Heiz- und Stromkosten fallen mit Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage nur noch 780 Euro pro Jahr an - zusammen mit der Miete für die PV-Anlage sind das ungefähr 2.500 Euro pro Jahr. Auf diese Weise können jährlich bis zu 1.900 Euro für Strom und Wärme eingespart werden.

Laufende Kosten
Altbau, unsaniert
Neubau, KfW 40+
Gebäudetechnik
Altbau, unsaniert
Ölheizung, keine Solaranlage
Neubau, KfW 40+
Wärmepumpe mit Photovoltaik & Stromspeicher
Heizkosten
Altbau, unsaniert
3.200 € pro Jahr
Neubau, KfW 40+
780 € pro Jahr
Stromkosten
Altbau, unsaniert
1.200 € pro Jahr
Neubau, KfW 40+
780 € pro Jahr
Photovoltaik Miete
Altbau, unsaniert
n/a
Neubau, KfW 40+
1.740 € pro Jahr
Gesamtkosten pro Jahr
Altbau, unsaniert
4.400 €
Neubau, KfW 40+
2.520 € pro Jahr

Erfahrungen mit der Split Wärmepumpe

Die installierte Split-Wärmepumpe besteht aus zwei Einheiten - einem Innenmodul und einem Außenmodul. Das Innenmodul wurde in dem Hauswirtschaftsraum des Neubaus installiert und das Außenmodul an der Fassade der Immobilie. Ein zentraler Vorteil der Split-Wärmepumpe ist, dass alle Komponenten welche Geräusche verursachen (Verdichter, Ventilator und Co.) in der Außeneinheit verbaut sind. So können störende Geräusche im Wohnraum vermieden werden.

Auch eine Lärmbelästigung der Nachbarschaft, welche häufig befürchtet wird, können die Nachbarn in diesem Fall nicht bestätigen. Das Außenmodul erzeugt lediglich ein leises Summen, welches nur auf dem eigenen Grundstück wahrnehmbar ist und durch die allgemeinen Umgebungsgeräusche übertönt wird. Bei lauten Wärmepumpen liegt meist ein Defekt vor, welcher von einem Experten behoben werden kann.

Erfahrungen mit dem Stromspeicher

Im Rahmen von der Installation der gemieteten Photovoltaik-Anlage wurde von DZ-4 außerdem ein Stromspeicher mit einer Kapazität von etwa 10 Kilowattstunden installiert. Dieser speichert den tagsüber gewonnenen Solarstrom zur Nutzung in den Abend- und Nachtstunden. Das macht gerade in Verbindung mit einer Wärmepumpe Sinn, da so zu jedem Zeitpunkt geheizt werden kann. Auch in der Praxis kann der Stromspeicher überzeugen und sorgt dafür, dass der Eigenverbrauch an sonnenreichen Sommertagen auf über 90 Prozent steigen kann. Dann wird der eigene Solarstrom voll ausgenutzt und der wirtschaftliche Vorteil maximiert.

Persönliches Fazit zum neuen Eigenheim

„Mittlerweile wohnen wir seit gut einem halben Jahr in unserem Neubau und sind rundum begeistert. Gerade während der schönen Sommertage konnten wir die Vorteile der eigenen Photovoltaik-Anlage voll ausnutzen. An vielen Tage haben wir sogar Strom eingespeist und so ein wenig Geld verdient. Der wirkliche Vorteil der Anlage macht sich allerdings bei den Strom- und Heizkosten bemerkbar. In unserem alten Haus sind die Energiekosten innerhalb der letzten 10 Jahre nur so in die Höhe geschossen. Zum aktuellen Zeitpunkt sparen wir monatlich fast die Hälfte der Kosten ein und sind schon gespannt wie sich Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage im Winter schlagen.

Zusammengefasst können wir allen Eigenheimbesitzern nur empfehlen sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Gerade wenn die Energiekosten hoch sind und ggf. schon über einen Neubau nachgedacht wird, sollte man nicht nur aus Gewohnheit zur Öl- oder Gasheizung greifen. Wir freuen uns nach wie vor, dass wir nicht nur der Umwelt einen Gefallen tun können, sondern damit auch noch Geld sparen.“

Autor
DZ-4 Team
Beitrag aus dem DZ-4 Team
Unsere Kollegen berichten aus ihren Fachbereichen , von ihren Erfahrungen und dem was sie bewegt.

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