So starten Sie grüner ins neue Jahr
Energiewende & Zukunft

Klimaschutz-Vorsätze für 2022 – So starten Sie grüner ins neue Jahr

Es ist wieder soweit: Ein aufregendes Jahr neigt sich dem Ende zu und wir lassen die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Fridays for Future hat erneut von sich reden gemacht und der Klimaschutz gewinnt immer größere Bedeutung, auch in der Politik. Die Welt ist in Bewegung, wir wollen gemeinsam etwas verändern und nachhaltiger handeln. Dafür kann jede:r Einzelne ganz einfach einen Beitrag leisten. Haben Sie sich in den letzten Tagen auch schon Gedanken über Ihre guten Vorsätze für 2022 gemacht? Wir stellen Ihnen ein paar Ideen für den Klimaschutz vor, die sich ganz einfach umsetzen lassen. So können Sie Ihren Alltag nachhaltiger gestalten und damit die Welt noch ein bisschen grüner machen.

Die Energiekosten im Alltag senken

Der Winter ist da und gerade bei den Heizkosten lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Versuchen Sie gleichmäßig zu heizen, um Energie zu sparen. Wussten Sie schon, dass bereits ein Grad Temperaturunterschied die Energiekosten deutlich senken kann? Wenn Sie bewusster heizen, erreichen Sie nicht nur einen positiven Effekt für Ihren Geldbeutel, sondern auch für das Klima.

Auch die Stromkosten lassen sich ganz einfach senken: Lassen Sie den Kühlschrank nicht länger auf als nötig. Denn wenn die Tür offensteht und Wärme in das Innere gelangt, muss der Kühlschrank mehr leisten, um die Lebensmittel kühl zu halten. Tauen Sie außerdem regelmäßig Ihr Gefrierfach ab. Eine Eisschicht von fünf Millimetern kann den Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent erhöhen. Ebenfalls nicht zu verachten, wenn man Strom und Heizwärme sparen möchte: Drehen Sie beim Händewaschen oder Zähneputzen das warme Wasser ab und machen Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen. Sehr einfach, aber auch sehr wirkungsvoll!

Den Haushalt nachhaltiger gestalten

Haushalt Nachhaltig

Genauso einfach umzusetzen ist auch unser nächster Neujahresvorsatz: Steigen Sie beim Putzen auf ökologische Reiniger um. Auf diese Weise wird Ihr Bad blitzblank, ohne dass Giftstoffe oder Mikroplastik in das Abwasser geraten. Ein Klassiker unter den Vorsätzen für das neue Jahr: Mehr recyceln! Auch wenn wir schon genau darauf achten, richtig zu trennen, gibt es immer noch Möglichkeiten zur Verbesserung. Man sollte zum Beispiel verschiedene Plastikverpackungen nicht ineinander stopfen. Das spart zwar Platz im Mülleimer, in der Verwertungsanlage ist dadurch aber keine saubere Trennung der verschiedenen Materialien zu gewährleisten, was das Recycling erschwert. Noch ein Tipp für den Garten: Werfen Sie ungekochte Lebensmittelreste nicht in den Restmüll. Bauen Sie stattdessen einen Kompost in Ihrem Garten auf (Bausätze in verschiedenen Preisklassen gibt es im Baumarkt) und entsorgen Sie die ungekochte Lebensmittelreste dort. Zusätzlicher Pluspunkt: Sie erhalten nährstoffreiche Erde für Ihre Blumenbeete.

Bei dem kalten Wetter scheint die nächste Gartensaison noch in weiter Ferne, aber der Frühling ist meist schneller da, als erwartet. Warum nicht dann jetzt schon mal Gedanken über die Gartenpflege machen? In Ihrem grünen Reich können Sie so einiges für die Umwelt tun. Zum Beispiel, indem Sie in Ihrem Garten den Rasen nicht komplett mähen, sondern ein paar „wilde Ecken“ stehen lassen. Damit sparen Sie Energiekosten und zugleich bleibt ein natürliches Insektenparadies zwischen den wilderen Grashalmen erhalten. Besonders schön für’s Auge: Pflanzen Sie eine Wildblumenwiese! Die Bienen werden es Ihnen danken.

Nachhaltiger konsumieren

Zusätzlichen Einfluss können Sie auf den Klimawandel nehmen, indem Sie Ihren alltäglichen Konsum reduzieren und ggf. auf Alternativprodukte umsteigen. Bei dem Import vieler Produkte entsteht ein hoher CO2-Austoß durch den weiten Transportweg. Wie wäre es damit, den Wochenmarkt um die Ecke auszuprobieren, statt im Supermarkt einzukaufen? Außerdem macht das Bummeln auf dem Wochenmarkt Spaß und die meisten Produkte sind ohne Plastikverpackung zu kaufen.

Auch die Bekleidungsindustrie hat große Auswirkungen auf die Umwelt. Kaufen Sie keine Fast-Fashion-Produkte, sondern achten Sie auf nachhaltige Label. Überlegen Sie sich bei jedem Kleidungsstück genau, ob Sie es wirklich wollen, und tragen Sie es so lange wie möglich. Genauso einfach lässt sich auf Wegwerfprodukte in Ihrem Alltag verzichten. Der To-Go-Becher oder die Alufolie für Ihre Mittagspause auf der Arbeit können ganz einfach wiederverwendbaren Produkten wie einer schönen Lunchbox weichen. So produzieren Sie ohne großen Aufwand weniger Müll und haben dazu noch schöne Alternativprodukte.

Emissionsarme Fortbewegung

Emissionsarme Fortbewegung

Um im neuen Jahr gesünder durchzustarten, können Sie sich vornehmen, das Auto einfach mal stehen zu lassen. Wenn Sie zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, sparen Sie nicht nur Benzin- und Verschleißkosten, sondern bewegen sich auch mehr und leben gesünder. Zudem verringern Sie Ihren CO2-Ausstoß und dadurch die Belastung für das Klima. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Radeln mit elektrischer Unterstützung. In unserem Ratgeber haben wir für Sie die Vor- und Nachteile von E-Bikes unter die Lupe genommen. Und auch öffentliche Verkehrsmittel sorgen für einen grüneren Fußabdruck. Wenn Sie nicht auf Ihr Auto verzichten können, aber dennoch weniger CO2 im Verkehr emittieren möchten, gestalten Sie Ihr Fahrverhalten nachhaltiger. Wenn Sie langsamer fahren, benötigt Ihr Fahrzeug weniger Treibstoff. Und Sie kommen obendrein entspannter ans Ziel!

Nachhaltigen Urlaub planen

Haben Sie sich schon Gedanken über Ihren Jahresurlaub gemacht? Auch hier gibt es verschieden Möglichkeiten, etwas für das Klima zu tun. Warum in die Ferne schweifen? Suchen Sie sich ein Urlaubsziel, dass in der Nähe liegt, entweder hierzulande oder in einem unserer Nachbarländer. Oftmals lässt sich die Urlaubsdestination dann sogar mit der Bahn erreichen. Falls Sie dennoch das Flugzeug nutzen, können Sie die entstandene Emission mit Atmosfair kompensieren. Auf der Website erstellt Ihnen ein Rechner eine Übersicht Ihres CO2-Fußabdrucks, der während Ihrer Flugreise entsteht. Diesen können Sie dann mit einer Spende an ein Klimaschutzprojekt ausgleichen. Auch vor Ort lässt sich der Urlaub nachhaltig gestalten. Verzichten Sie auf die klassischen All-Inclusive-Hotels mit unterbezahlten Mitarbeiter:innen und starker Müllproduktion. Alternativen sind private Unterkünfte, nachhaltige oder auf Agritourismus spezialisierte Hotels. So bleibt vom Urlaub ein noch besseres Gefühl, wenn man zurück im Alltag ist!

Haben Sie einen Vorsatz für sich entdeckt? Der Schlüssel zum Erfolg ist, sich kleine, umsetzbare Ziele zu überlegen. Suchen Sie sich erstmal ein, zwei Vorhaben für das neue Jahr und entdecken Sie, wie gut es tut, verantwortungsvoller in die Zukunft zu starten. Welche Vorsätze haben Sie sich vorgenommen? Schreiben Sie einen Kommentar und teilen Sie Ihre Ideen für den Klimaschutz. Wir wünschen Ihnen alles Gute für das neue Jahr 2022!

Autor
DZ-4 Team
Beitrag aus dem DZ-4 Team
Unsere Kolleg:innen berichten aus ihren Fachbereichen, von ihren Erfahrungen und dem, was sie bewegt.

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